6. Juni 2021

#throwback – 14. Oktober 2017…. 2 Tage nach meiner 3. EC. Eigentlich wollten wir über das Wochenende mit ein paar befreundeten Familien in die Eifel. Markus fährt mit den Kindern alleine, weil ich echt durch bin.

Ich fühl mich alleine, einsam und habe das Gefühl, dass das Leben an mir vorbei zieht.

#fearofmissingout heißt das jetzt und darüber fällt mir ein, dass ich noch zwei Karten für die Lit.Cologne habe – Sven Regener. Es ist 20:00, die Karten sind für in einer Stunde. So spontan kann keiner, aber ich muss raus, sonst dreh ich durch!

Und so dusche ich, ziehe mich an und fahre in die Stadt. Mir ist mulmig, ich bin schlapp, aber ich will nicht alleine sein – bin ganz euphorisch, dass ich ausgehe! Und so sitze ich zwischen wildfremden Menschen, genieße die Lesung und mümmel an einer Brezel rum, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich jeden Moment übergeben muss. Kleine Bissen, lange kauen, kleine Schlücke trinken – das hilft. In der Pause eine Cola – soll ja angeblich helfen gegen Übelkeit …. und das obwohl ich Cola eigentlich gar nicht mag 😉

Fix und alle fahre ich danach nach Hause – ich bin erledigt und gleichzeitig so stolz und erfüllt.

Wieso denke ich an diesen Tag? Weil ich es nicht ertragen konnte, dass mein Körper nicht so konnte wie ich wollte, weil ich meine Grenzen nicht akzeptieren wollte und nicht allein sein wollte. Und ich realisiere, dass ich das immer noch sehr schwer kann. ich bin gerne alleine, aber das mit den Grenzen….

Die Aussengastro hat geöffnet und ich bin abends zu schlapp um hin zu gehen… vielleicht ist es dieser schrittweise Rückkehr zur Normalität. Vielleicht merke ich jetzt erst bewusst wie fertig ich bin und wie diese Monate an mir gezerrt haben. Das Kraft zusammen nehmen und Aufraffen ist halt auch mehr als drei Jahre später zwar anders, aber immer noch da und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann besser wird.

Das hat bei mir auch viel mit Achtsamkeit und Entschleunigung zu tun und Grenzen akzeptieren. Und trotz allem lohnt sich aufraffen irgendwie bei mir doch immer, weil es meiner Seele gut tut! Ich muss dringend mal wieder ausgehen – auch gestern fiel es mir zu spät ein, aber bald dann 😉

#neverendingstory #ichbleibdran #sitzejetztfixundalleinderkletterhalle

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