Heute gab es die 2. Impfung – nach Astra gab es Biontech. Ich bin sehr glücklich, dass es mit den Impfungen so flott voran geht. Zack, sind die 12 Wochen vorbei!
#throwback – 14. Oktober 2017…. 2 Tage nach meiner 3. EC. Eigentlich wollten wir über das Wochenende mit ein paar befreundeten Familien in die Eifel. Markus fährt mit den Kindern alleine, weil ich echt durch bin.
Ich fühl mich alleine, einsam und habe das Gefühl, dass das Leben an mir vorbei zieht.
#fearofmissingout heißt das jetzt und darüber fällt mir ein, dass ich noch zwei Karten für die Lit.Cologne habe – Sven Regener. Es ist 20:00, die Karten sind für in einer Stunde. So spontan kann keiner, aber ich muss raus, sonst dreh ich durch!
Und so dusche ich, ziehe mich an und fahre in die Stadt. Mir ist mulmig, ich bin schlapp, aber ich will nicht alleine sein – bin ganz euphorisch, dass ich ausgehe! Und so sitze ich zwischen wildfremden Menschen, genieße die Lesung und mümmel an einer Brezel rum, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich jeden Moment übergeben muss. Kleine Bissen, lange kauen, kleine Schlücke trinken – das hilft. In der Pause eine Cola – soll ja angeblich helfen gegen Übelkeit …. und das obwohl ich Cola eigentlich gar nicht mag 😉
Fix und alle fahre ich danach nach Hause – ich bin erledigt und gleichzeitig so stolz und erfüllt.
Wieso denke ich an diesen Tag? Weil ich es nicht ertragen konnte, dass mein Körper nicht so konnte wie ich wollte, weil ich meine Grenzen nicht akzeptieren wollte und nicht allein sein wollte. Und ich realisiere, dass ich das immer noch sehr schwer kann. ich bin gerne alleine, aber das mit den Grenzen….
Die Aussengastro hat geöffnet und ich bin abends zu schlapp um hin zu gehen… vielleicht ist es dieser schrittweise Rückkehr zur Normalität. Vielleicht merke ich jetzt erst bewusst wie fertig ich bin und wie diese Monate an mir gezerrt haben. Das Kraft zusammen nehmen und Aufraffen ist halt auch mehr als drei Jahre später zwar anders, aber immer noch da und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann besser wird.
Das hat bei mir auch viel mit Achtsamkeit und Entschleunigung zu tun und Grenzen akzeptieren. Und trotz allem lohnt sich aufraffen irgendwie bei mir doch immer, weil es meiner Seele gut tut! Ich muss dringend mal wieder ausgehen – auch gestern fiel es mir zu spät ein, aber bald dann 😉
#feelitonthefirst – meine Mental Load ist zur Zeit weit über dem Anschlag…. mir gehen kleine Dinge durch, ich verpasse Termine und vergesse Rückrufe. Eigentlich bin ich nicht so! Ich sehe dienAlarmzeichen und bemühe mich zu entschleunigen und deshalb ist es so schön und wichtig, dass der relativ normale Alltag wieder beginnt. Die Schulen sind seit Montag geöffnet – jeden Tag … mit allen Schülern – und die Aussengastrononie auch, die Sonne lacht und die Menschen sind fröhlich unterwegs…. Unbeschwertheit und Sommer liegen in der Luft und plötzlichen werden Kleinigkeiten geschätzt.
Es ist nichts selbstverständlich und heute ist mein Herz sehr schwer, weil wieder ein junger Mensch gegangen ist. Alles war gut und gefühlt plötzlich ist sie weg – alle Therapien waren erfolgreich abgeschlossen, aber der Krebs hatte sich ein Hintertürchen offen gehalten. Es macht mich traurig und es macht mir Angst, die Hilflosigkeit lässt mich erstarren und gerade deshalb – wie jeden Monat – erinnere ich an das Abtasten! Denn das ist wenigstens etwas, das man aktiv tun kann. Paßt bitte auf Euch auf!
Am heutigen #podcastdienstag geht es um Sozialrecht – hört sich trocken an, aber Sabine, die in einer Reha Einrichtung arbeitet, schafft es so gut es anschaulich und einfach zu erklären!
Ich finde, dass es eines der Kapitel meiner Krebsgeschichte ist, das mich am meisten Nerven gekostet hat und ich habe viel Lehrgeld bezahlt. Das braucht kein Mensch und ich hoffe, durch diese Folge ein wenig Arbeit erspart bleibt.
Ich liebe solche Traditionen und nachdem unser jährliches Foto letztes Jahr ausfallen musste, haben wir es dieses Jahr geschafft!
Kindergeburtstag sind für mich solche Meilensteine, die mich in Demut (und Ermüdung) ganz klein werden lassen, meine Brust mit Stolz füllen und mein Herz mit unendlich viel Liebe!
Sie sind mir heilig, weil ich so unendlich dankbar bin für diese Kinder und einfach nur, dass ich sie erleben darf ❤️
Am morgigen #podcastdienstag geht es um den allgemeinen Ratschlag „Bewegung, Ernährung, Achsamkeit“ und was das denn in der Praxis bzw. am Beispiel von Stefanie Ebenfeld heißen kann.
Hört rein, wenn wir über individuelle Wege und Interpretationen sprechen.
Kennt Ihr Stefanie? Hier gibt es mehr Infos zu ihr!
Wir danken Lenire für die freundlich Unterstützung dieser Podcastfolge.
#kindergeburtstag – viele stöhnen, dass es Arbeit ist und ich habe eigentlich gerade auch keine Zeit Einladungen zu basteln, aber ich genieße es!
Ich bin glücklich, dass ich überhaupt Kinder bekommen habe, denn an meinem 40. Geburtstag habe ich mich langsam davon verabschiedet. Ich habe das Glück schon den 5. Geburtstag meines kleinen Mädchens feiern zu dürfen. Nachdem es letztes Jahr ausfiel, darf die coronakonform drei Kinder aus ihrer Gruppe einladen und ja, ich backe die Meerjungfrauentorte, wir haben eine Meerjungfraupiñata und ich gehe all in! Ich liebe es und ich bin unheimlich dankbar!
Ich bin kein Freund des Muttertags, weil nicht jede Frau eine Mutter sein kann oder will. Darauf einzugehen was überhaupt der Sinn dieses Tages ist, damit will ich gar nicht anfangen, denn heute bin ich einfach nur müde.
Werbung mit institutioneller Unterstützung von Accuray.
#feelitonthefirst! Vorsorge – es ist so ein Wort, das in aller Munde liegt. Gerade jetzt wird man doch aufgefordert weiter zu seinen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und nicht aus Angst vor Corona zu Hause zu bleiben.
Kennt ihr die Seite wertvolle Momente – trotz Krebs? Hier findet ihr wissenswerte Infos rund um anstehende Vorsorgeuntersuchungen sowie interessante Artikel zum Thema Leben mit Krebs für Betroffene und deren Angehörige.
Was bedeutet Vorsorge denn eigentlich? Vorsorge, Prävention oder Prophylaxe stehen zusammen für Maßnahmen, die dem Erhalt der Gesundheit dienen. Und genau hier stößt mir der Begriff im Zusammenhang mit Krebs immer wieder auf.
Wieso das für mich einen bitteren Beigeschmack hat? Was kann ich denn nun genau tun, um dem Krebs vorzubeugen? Klar! Ernährung, Sport, Lebensstil… das wissen wir alle, aber es ist ja kein Garant dafür, nicht an Krebs zu erkranken. Die Vegetarierin, die mit 30 Darmkrebs bekommt; der Nichtraucher, der mit 40 an Lungenkrebs stirbt. Ich will hier sicher keine Panik machen, aber ich möchte vor einem unberechtigten Immunitätsgefühl warnen.
Gut, es kommt ein wenig auf die Krebsart an und ob man gutartige Vorstufen erkennen kann…nehmen wir das Thema Darmkrebs. Da kann die Vorsorge helfen, den Krebs im Keim zu ersticken, denn Darmpolypen oder gutartige Wucherungen werden bei der Darmspiegelung gefunden und entfernt, bevor sie zu Krebszellen werden und sicherlich ist es ja zumindest bei Brustkrebs so, dass wenn man ihn früh erkennt, die Heilungschancen nun einmal höher sind. Und damit wären wir beim Thema Früherkennung und was das eigentliche Ziel einer Vorsorge ist.
Was bedeutet Brustkrebsvorsorge eigentlich? Frauen ab 30 Jahren steht einmal im Jahr eine körperliche Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs durch den Frauenarzt zu – das heißt, dass Frauen unter 30 schon mal in gar keinem Plan auftauchen (zumindest, was Brustkrebs betrifft). Ab 50 Jahren darf man dann alle zwei Jahre zur Mammografie.
Ihr merkt schon, worauf ich hinaus möchte. Das Wort „Vorsorge“ könnte einen Menschen in falscher Sicherheit wiegen. Wie ein COVID-19-Test, ist die Vorsorge eine Momentaufnahme und kann mir mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bestätigen, dass gerade keine Krankheit vorliegt. Gleichzeitig ist es aber keine Garantie, dass sich das nicht in den nächsten Stunden, Tagen oder Wochen ändert.
Ganz oft werde ich gefragt, ob ich denn in den Jahren vor meiner Brustkrebsdiagnose bei der Vorsorge gewesen sei und ja, das war ich und auch sehr regelmäßig. Vielleicht ist es der Versuch, eine Erklärung zu finden, wieso ich erkrankt bin. Sowas wie “sie war ja auch nicht bei der Vorsorge, was ja zeigt, wie wichtig es ist regelmäßig zu gehen”. Ja, klar ist es wichtig, aber es schützt leider nicht davor Krebs zu bekommen.
Ich habe meinen Knoten ertastet, als ich unter der Dusche war. Ich würde gerne sagen, dass das im Rahmen meiner monatlichen Abtastroutine geschah. Aber nein! Denn ich muss leider zugeben, dass ich mir die Brüste nie abgetastet habe und dass es ein großer Zufall war. Drei Monate vorher hatte ich einen Termin bei meiner Frauenärztin und sie tastete meine Brüste ab (obwohl ich noch nicht ganz abgestillt hatte) und da war nichts…ich hatte das Gefühl, dass dieser Knoten von heute auf morgen plötzlich da war und so fragte ich meine Ärztin: „War ich so unaufmerksam mit meinem Körper oder kann der Tumor so blitzartig gewachsen sein?“ Sie bestätigte mir, dass es sich um einen sehr aggressiven und sehr schnell wachsenden Tumor handele…das machte mir Angst.
Und daher appelliere ich immer wieder nicht nur zur Früherkennung zu gehen, sondern selbst aktiv zu werden. Auf seinen Körper und sein Bauchgefühl zu hören ist gut, sich die Brüste und andere Körperbereiche abzutasten und das mindestens einmal im Monat, komplementiert es, denn so fallen einem selbst die kleinsten Veränderungen auf. Ich taste mir seit meiner Diagnose – und nochmal das habe ich vorher nie gemacht – die Brüste vom Schlüsselbein bis zu den Achseln ab. Was ich suche? Veränderungen und im schlimmsten Fall finde ich wieder einen kleinen Knubbel, der wie eine Kastanie unter der Haut sitzt oder einen Kieselstein, denn so fühlte sich der zweite, kleine Tumor an, der oberhalb der Brustwarze saß.
Ob nun Vorsorge oder Früherkennung – bitte geht auch in Zeiten von COVID-19 regelmäßig hin, aber gebt die Verantwortung nicht komplett in andere Hände, sondern nehmt sie selber in die Hand – wortwörtlich und monatlich.
Was hat das denn mit dem Bauchgefühl zu tun? Und was macht man nun, wenn man etwas findet oder unsicher ist? Auch dann geht bitte sofort zum Arzt und bitte bleibt beharrlich. So ein Bauchgefühl ist ein ziemlich zuverlässiger Indikator und wenn Dein Arzt kurz tastet und sowas sagt wie „Sie sind zu jung für Brustkrebs!“ oder „Das ist nur eine Zyste, kommen Sie in sechs Monaten wieder!“, dann besteht darauf, richtig untersucht zu werden. Wäre ich mit meinem schnell wachsenden Tumor sechs Monate später wieder gekommen, hätte ich einen ganz wichtigen Faktor verloren – Zeit. Leider gibt es neben vielen Heilungsgeschichten auch sehr viele Krebsverläufe, die mit einer Fehldiagnose starten und deshalb appelliere ich immer und immer wieder an Euch, Eure Hände zum Abtasten zu benutzen und auf Euer Bauchgefühl zu hören. Oft war es nur ein Bauchgefühl, das die junge Patientin bewegt hat, sich noch einen Termin zu holen, zu fragen, was den Arzt so sicher macht, dass es nur eine Zyste ist oder einen anderen Arzt zu konsultieren.
Habt Ihr Fragen zum Thema Vorsorge und Früherkennung oder andere Themen rund um das Thema Brustkrebs, so gibt es natürlich auch viele Informationen im Internet. Auf Wertvolle Momente findet ihr viele Informationen für Krebspatienten und Angehörige und die Facebook Community ist eine tolle Möglichkeit zum Austausch.
Danke an Accuray für die freundliche Unterstützung.
Am heutigen #podcastdienstag wird es stressig. Kennen wir alle – muss ich nicht viel sagen 🥴
Wie gehen wir damit um, was macht es mit uns und was macht es mit dem kranken Körper und Geist? gibt es sowas wie Krebsstress? Also wenn ich an den Papierkram, die Telefonate und so denke, auf jeden Fall!! Oder ist es etwas, das nur mich gestresst hat? Der dicke Briefumschlag der Rentenversicherung mit dem 3.000 Seiten langen Fragebogen zur Kontenprüfung…. krieg ich gleich wieder Schnappatmung 😉
Also, wie ist das bei Euch mit dem Stress?
Passend zum Thema, bedanken wir uns bei calm für die freundliche Unterstützung!