29. Juli 2019

Wir alle verändern uns. Stetig und ständig. Mal zum Guten, mal nehmen wir einen Umweg und mal verrennen wir uns auch. Egal, denn wie sagte Benni von Cancelling Cancer so schön „der Weg war immer das Ziel“….

Ich habe mich verändert – sehr. Hader manchmal mit dem neuen Ich und manchmal bin ich auch stolz. Braucht man denn Krebs um sich zu verändern? Auf keinen Fall, aber manchmal braucht es einen Auslöser, einen Anstoß, ein Ereignis oder ein Erlebnis – bei uns war das der Krebs!

Ja, morgen ist wieder #podcastdienstag und es geht nicht um Chemos oder Operationen…. morgen geht es darum wie Krisen verändern, aber auch, dass Veränderung keiner Krise bedarf – Veränderung ist immer möglich und wichtig, denn sonst herrscht Stillstand ❤️

28. Juli 2019

Da ist sie wieder…. die Erschöpfung, die bleierne Müdigkeit und leider schlägt sie richtig zu! Ich versuche es zu akzeptieren, mir Ruhe zu gönnen, aber mal ehrlich, heute macht es mich wütend… und traurig!

Ich bin im Urlaub, ich will mit den Kindern schöne Sachen unternehmen, aber schaffe es gerade mal das MiniPony Pim eine Runde über den Hof zu führen – zumindest aber mit jedem Kind 😉 und dann ruhe ich mich aus bevor ich mit zum Strand fahre – mit gefühlt letzter Kraft! Die Sonne macht mich fertig und ich bin erschlagen, lethargisch, aber diese bleierne Schwere ist rein körperlich! Ich will mit den Kindern plantschen, toben und Sandburgen bauen.

Und ich setze mich an die Seite, sehe wie sie Spaß haben – ohne mich – und da war es wieder. Es war während der Krankheit das schlimmste Gefühl, das ich hatte – ich wusste es geht Ihnen gut, dass sie auf nichts verzichten mussten, denn Weiterlesen 28. Juli 2019

27. Juli 2019

Heimat ist für mich kein Ort, sondern ein Gefühl…. dass man sich kennt, vertraut ist und sich geborgen fühlt. Das Sauerland ist meine Heimat und der Urlaub auf dem Bilderbuchbauernhof war so eine ganz große Portion Heimatglück! Wälder, Berge, Wiesen, Kühe, ein Woll (das Sauerländer Lieblingswort) oder Verständnis, Schroffheit und Bauernschläue!

Die Kinder im Dreck, im Hühnerstall oder beim Kühemelken zu sehen – unbezahlbar! Mit vielen liebevollen Details haben die Schörmanns uns eine wunderschöne und entspannte Zeit gezaubert und abends sind wir alle hundemüde ins karierte Bettzeug gefallen – glücklich und entspannt!

Heute ist in der Mescheder Westfalenpost ein Artikel über meine Geschichte und unseren Podcast erschienen. Das ist auch Heimat ❤️ Danke, dass Ihr auf den Brustkrebs, unseren Postcast und vor allem unsere Mission aufmerksam macht, denn nur so können wir das Tabu brechen!

Wir sind jetzt in Holland und ich bin platt, muss mich erstmal zurückziehen…. war vielleicht alles ein bisschen viel! #gibachtaufdich

26. Juli 2019

Traumatische Ereignisse, Krankheiten oder Lebenskrise verändern das Miteinander. Sie schweißen zusammen oder treiben einen Keil zwischen uns. Ich habe meine Freundschaften neu sortiert. Manchmal proaktiv, aber manchmal hat es sich auch einfach so ergeben.

Aidan habe ich das letzte Mal gesehen als er 26 war – und ich 24 – kurz vor seinem Schlaganfall und wir hatten jahrelang keinen Kontakt. Alte Freundschaften sind wie Gerüche aus der Kindheit, die sofort ein Gefühl auslösen können und Dich blitzschnell in ein Szenario der 70er Jahre (in meinem Fall) katapultieren … auch wenn man sich ewig nicht gesehen hat, knüpft man direkt da an, wo man aufgehört hat. Der Unterschied bei uns ist, dass wir zwar sechs Monate in einer WG gelebt haben, aber nie beste Freunde waren. Doch durch unsere Krankheiten fühlen wir uns nun auf einer ganz anderen Ebene verbunden …. es ist ein Verständnis, das keiner Worte bedarf und was bleibt ist eine tiefe Verbundenheit.

Zu sehen wie Aidan sein Leben meistert obwohl er eine ’schwache‘ Seite hat und alles mit links machen muss, wie er sich nicht unterkriegen lässt, sprechen und gehen lernte und zum Beispiel in einem einarmigen Golfteam ist – ja, wusste ich auch nicht, dass es sowas gibt – und einen Weg gefunden hat, inspiriert mich! Ich ziehe meinen Hut vor Dir, Aidan Creamer, und ich bin froh, dass Du mich besucht hast!

Viel Glück für den Jakobsweg im September!

23. Juli 2019

Die DKMS LIFE wollte ein #weareprettystrong Powerposenbild – und das ist meins! Und irgendwie passt es auch zu unserer neuen Podcast Folge, die heute erscheint, denn das Thema ist zwar „jetzt geht es dem Tumor an den Kragen – die Operation“, aber eigentlich handelt sie viel mehr von Resilienz ❤️

…wenn Du glaubst Du sinkst, dann lerne zu schwimmen! Und hab Spaß, wann immer es geht, sehe das Positive und mach das beste aus der Krise… das ist Resilienz – kann man das lernen? Würde ich von mir selber sagen, dass ich sie habe oder hatte?! Bleibt Resilienz wie die Narben, die ich trage?!?

Was bleibt ist zu wissen was wichtig ist und die Herausforderung ist, dass man das im Alltag nicht vergisst! Ich versuche anzuhalten, wenn mir etwas gefällt, singe laut im Auto – egal wer zuhört, vergesse den knappen Zeitplan und springe spontan ins Bällebad! Nicht immer und oft fühle ich mich schwach und auch das ist ok, aber in den spontanen Momenten bin ich glücklich, sorglos und frei!! Und dann fühle ich mich stark, kann Bäume ausreißen und mutiere zu einer Pippi Langstrumpf!

Genau das mache ich gerade – Sommerurlaub mit meinen Kindern auf dem Bauernhof. Wir bekommen den Dreck gar nicht mehr weg und das ist gut so, riechen nach Stockbrotfeuer, Kuhmist und albern und abends sind sie fertig, übermüdet und knatschig, aber wenn sie im Bett sind, strahlen mich müde Kinderaugen an und freuen sich auf den nächsten Tag, auf’s Reiten, Schwimmen und Trampolinspringen, selbst gesammelte Eier und viele Tiere!

Und ich? Es versuche auf mich zu achten, genieße die Langsamkeit und den Moment und bin überrascht wie ich alles alleine manage – ja, es macht mich stolz und ich sehe, dass es immer besser wird! Die Fatigue ist immer noch mein ständiger Begleiter, aber ich merke Besserung (hoffentlich hält das im Alltag an 😉). #gibachtaufdich

Danke Ikea für das Erwachsenen Bällebad!

22. Juli 2019

Morgen ist wieder #PodcastDienstag, denn noch halten wir ihn, den wöchentlichen Rhythmus!

Dieses Mal, wird es sehr emotional, denn in dieser Folge wird klar, wieso Paulas Geschichte so aussergewöhnlich und gar nicht nach Schema F verlief. Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele bei denen nichts nach Plan funktioniert hat und sie ist umso mehr ein Paradebeispiel für Resilienz!

Resilienz ist psychische Widerstandsfähigkeit Krisen zu bewältigen und als Anlass für Entwicklung zu nehmen – sagt Wikipedia – und stellvertretend für viele ist mein Gesicht für Resilienz und den #Kampfsaumodus Paula. Viele andere sind leider nicht mehr hier, aber Resilienz hatten sie alle.

Zum Glück ist Paulas Geschichte eine Mutmach- und Erfolgsgeschichte, aber oft habe ich mir große Sorgen um sie gemacht und sie sich selber auch. Es gab Höhen und Tiefen und hätte auch ganz anders ausgehen können! Und deshalb bin ich heute einfach nur dankbar – fürs Leben, die kleinen Dinge, das Lachen meiner Kinder, meine Busenfreundinnen und dass es immer noch gut werden kann – auch wenn es ganz schlecht aussieht ❤️

Die neue Folge – heute Nacht ab 0:30 auf allen gängigen Podcast Kanälen!

21. Juli 2019

Bild: ©Roche Pharma AG

#sharingiscaringsonntag

Heute möchte ich einfach mal nur auf das K Wort aufmerksam machen. Was als Social Media Auftritt begann, ist nun als Webseite zu sehen und neuerdings als „auf ein K Wort“ Podcast zu hören! Das K Wort bricht Tabus, erzählt unsere Geschichten, klärt auf und beleuchtet viele Themen rund um den Krebs auf nicht nur inhaltlich gute, sondern auch designtechnisch wunderschön kreative Weise.

Und ja, das K Wort ist eine Initiative von Roche!

Nein, sie sind kein wohltätiger Verein und nicht durch Spenden finanziert und Pharmaunternehmen sind ja immer noch die Bösen in den Augen vieler, aber man muss sich einfach mal mit Ihnen befassen bevor man pauschal verurteilt und mal ehrlich – ich wäre ohne die Pharmaindustrie sicher nicht mehr hier und das K Wort ist nur ein kleiner Teil des Engagements dieser Firma!

Eine andere Seite muss ich in diesem Zusammenhang noch kurz erwähnen – die Brustkrebszentrale! Hier klärt Roche auf, informiert, gibt Hilfestellung, erzählt unter #duichwir unsere Geschichten und setzt Zeichen rund um den Brustkrebs – Danke dafür!

19. Juli 2019

Wir sind die #Mutmacher der DKMS LIFE – ein Kreis von Patientinnen – und wir haben uns im November getroffen, verbunden und Ideen gesammelt wie man sich und andere unterstützen kann. Aus unseren vielen Mutmacher Statements dieses Tages ist ein Song geworden! Wow!

„Stronger than before“ wurde von Sarah Muldoon, die selber auch Patientin war, Michelle Leonard und Graham Candy in enger Zusammenarbeit mit der DKMS LIFE produziert und wir sind alle gespannt wie der Song ankommt! Wow!

Alle Erlöse dieses Songs gehen in die Patientenprogramme der DKMS LIFE!

Hier ist der Link!

Hört ihn und teilt ihn – ich freue mich schon, wenn er das erste Mal im Radio läuft…. den Ihrwurm habe ich jetzt schon 😉

#strongerthanbefore

#weareprettystrong

#mutmacher

#mutmachersong

18. Juli 2019

Krebs ist ein Tabu – der Tod ist es auch!

Gestern war ich auf einem Konzert bei Pütz-Roth in Bergisch Gladbach – einem Bestattungshaus! Der Name passt gar nicht…. Fritz Roth, der Gründer dieses Familienunternehmens, wollte den Tod aus der Tabuzone zurück ins Leben holen und in gewissem Maße die Trauerkultur ändern. Er hat einen magischen Ort geschaffen an dem man sich direkt wohl fühlt und es herrscht eine wunderbare Herzlichkeit.

Fritz Roth hatte eine Vision, ist erst spät in dieses Metier eingestiegen und hat in meinen Augen etwas Einzugartiges geschaffen. Dieser Ort ist einladend, freundlich und bietet ein Potpourri an Veranstaltungen, Schulungen und Angebote um sich nicht nur im Akutfall dem Thema Tod und Trauer zu nähern.

Veranstaltungen wie das Konzert gestern, bei dem über 2.000 Menschen waren, schaffen diese Verbindung. Die Besucher saßen sowohl auf Bänken vor der Bühne und lauschten dem Bergisch Gladbacher Sinfonieorchester, als auch in den „Gärten der Bestattung“ neben den Gräbern, die zwischen den Bäumen dieses Hügels verteilt sind. Die Äste hingen voll mit Lampions und manche Familien hatten sich Decken mitgebracht um neben ihren Verstorbenen den Klängen zu lauschen.

Krebs und Tod liegen nah beieinander – an diesem Ort hat man aber keine zugeschnürte Kehle, sondern es herrscht eine Leichtigkeit und Freude und die teilweise bunt gestalteten Gräber laden zum Verweilen ein. Fritz Roths Familie führt nach seinem Tod 2012 seine Idee mit viel Engagement, neuen Ideen und Herzlichkeit weiter! Es ist ein Ort an dem ich mir gut vorstellen kann mal begraben zu sein…. wenn ich steinalt bin!

Es war mir ein besonderes Vergnügen mit yeswecan!cer vor Ort zu sein, denn die Konzerte haben immer einen karitativen Charakter und so wurden für diese Organisation Spenden von mehr als €5.000 gesammelt. Danke!

15. Juli 2019

Da war er plötzlich, der Krebs! Ein Zeitpunkt um Bilanz zu ziehen – wie war mein Leben vorher?

Sprüche wie „davon kann man Krebs bekommen“ habe ich immer schon mit einem „das kann man von so vielem“ abgewiegelt. Ich habe mich gesund ernährt, Sport gemacht, Bio gekauft, kaum Fleisch gegessen und pflanzliche Milch und wenig Alkohol getrunken.

Gab es Anzeichen für das was kam? Was hat er geändert, der Krebs? Wie ist das Leben danach? Hätte ich mal keinen verbrannten Toast gegessen! Hätte ich etwas besser machen können? Klar…. vieles, aber was bringt das jetzt. Hätte hätte Fahrradkette….

Hört mal rein wie wir reflektieren – unser Leben vorher betrachten und wie wir mit dem „Warum ich?“ umgehen!

Die neue Folge geht heute Nacht um 0:30 online – https://2frauen2brueste.podigee.io/